Homepage: DTP-AG Freiherr-vom-Stein-Schule, Fulda






Spaß am Lernen

Schule und Spaß scheinen sich als Begrifflichkeit diametral gegenüberzustehen: Es heißt zwar im Lateinischen so schön "Vitae Non Scholae Discendum", also wir lernen fürs Leben, nicht für die Schule, aber dieser berühmteste aller Sinnsprüche geht im schulischen Alltag oft unter, da das schulische Lernen sich meist in einem Spannungsfeld zwischen Spaß und Pflicht bewegt, wobei viele der curricular geforderten Inhalte meist nicht den Neigungen der Schülerinnen und Schüler entsprechen.
Aber was soll's, man kann es ja nicht jedem recht machen - also Augen zu und durch - Abi machen und danach an der UNiverität das tun, was man mag?
Das kann eigentlich keine Lösung sein. Eine Schule, die bei der großen Heterogenität der Begabungen und Neigungen ihrer Schülerinnen und Schüler deren Neigungen gerecht zu werden versucht, ist praktisch nicht handhabbar.
Wenn also das klassische Curriculum nicht abgeschafft werden kann und darf, wie könnte es gelingen, die Inhalte so zu transportieren, dass sie "Spaß machen". Dazu sollte man die Schüler fragen, welche Art von Lernen sie sich selbst wünschen würden.

Glaubt man aktuellen Umfragen bzw. der JIM-Studie, die eben diese Farge stellten, erhält man folgende Antwort: Knapp 45 Prozent aller Kinder sagen, dass sie am liebsten mit elektronischen Medien lernen, da diese ihre Lebenswirklichkeit bestimmen.

Holt man die Jugendlichen nämlich dort ab, wo sie stehen und gibt ihnen die Chance ihre außerschulischen Kompetenzen auf digitalem Gebiet sinnvoll für die Schule einzusetzen, steigt automatisch der "Spaßfaktor" beim Lernen, Forschen und Umsetzen von Inhalten. Und - wer Spaß am Lernen hat, der speichert Wissen viel intuitiver und leichter und bekommt letzendliche bessere Noten – dieser Zusammenhang sollte für jeden einleuchtend sein: Denn -  was man gerne macht, macht man meistens auch gut - einen eindrucksvollen Beweis für die Richtigkeit dieser These bringen die Motivations- und lernerfolge vieler iPad- / Tablet-Klassen.

Diese Grundidee nutzt auch die Konzeptin der DTP-AG: Die Schüler arbeiten mit ihnen bekannten Medien und bringen - je nach individuellem Interesse für bestimmte Bereiche - erstaunliche "Experten"-Kenntnisse mit. Diese werden dann der Gruppe weitergegeben, so dass die Schüler auch in der Rolle des Lehrenden sind: Sie gestalten nämlich Workshops, di an Wochenenden oder in der "Freizeit" stattfinden selbst und geben so ihr Wissen an die Gruppe weiter. 

Viele Schüler sind der DTP-AG über Jahre hinweg treu  und aus dem Kreis diesr "alten Hasen" werden dann auch die AG-Leiter gewählt, die dann die "Newbies" anlernen und ihnen die notwendigen Grundkenntnisse in Html und der Erstellung von Websites sowie den Umgang mit ModX beibringen. Diese Strukturen sind zwar auf den ersten Blick alle zu "soft", haben sich aber über Jahre hinweg als praktikabel erwiesen. Als wichtiger Faktor, der den Zusammenhalt stärkt, sind auch die Grillfeten, Wochenendseminare und AG-Fahrten zu sehen, die von den Schülern slbst geplant und umgesetzt werden.

Diese Konzeption ist sicherlich kein Allheilmittel und es ermangelt ihr an der wissenschaftlichen Dokumentation und Überprüfung, doch hat sie sich im Schulalltag bisher sehr gut bewährt.