Homepage: DTP-AG Freiherr-vom-Stein-Schule, Fulda






Gemeinschaft & Wir-Gefühl

Lernen in der Gemeinschaft wird gerene mit den gängigen "Ismen" erklärt: Ob Behaviorismus Kognitivismus, Konrstuktivismus oder Kennektivismus - alle Therorien suchen das Phänomen des Lernens zu beschreiben und zu erfassen. Wenn schon ein Ismus, dann der Konstruktivismus: Beim  konstruktivistischen Unterricht fungiert nämlich der Lehrer nicht als reiner Wissenstransmitter, der im Sinne eines choreogrphierten "Frage-Antwort-Spiels" eine richtige Antwort auf seine Fragestellungen erwartet, sondern als eine Art Übungsleiter oder Lern-Trainer, der den Schülern zu den ihnen gestellten Aufgaben Denkanstöße und Lösungsvorschläge gibt.

Die Schüler sind gehalten, hierbei ihre eigenen Erfahrungen und Kenntnisse beizusteuern, diese in die Gruppe einzubringen, um dann die jeweilige Aufgabe gemeinsam in der Gruppe zu lösen.

Was mir als sehr sympatisch beim Ansatz des Konstruktivismus erscheint, ist die Tatsache, das es nie nur einen  "einzig richtigen und wahren Weg" zur Lösung einer Aufgabe gibt, sondern immer mehrere, die aber auch zum Ziel führen. So wird die Lösung eines Problems durch das Zusammenspiel verschiedener individueller Erfahrungswerte und Denkvorgänge möglich.

Eben das beobachtet man auch in der DTP-AG, wo die Schüler meist in Gruppen zusammenarbeiten: Sie tauschen sich über FaceTime, E-Mail, Telefon oder die Cloud miteinander aus. Um zu einer Lösung zu gelangen, arbeiten sie in einem von ihnen selbst festgelegten Rhythmus an Orten ihrer Wahl. So kommte es auch nicht zu autistischem "Hacken" und "Coden" "einsamer" Nerds: Die DTP-AG versteht sich als Gemeinschaft, in die sich die Schüler gemäß ihrer Fähigkeiten und individuellen Neigungen einbringen können. Dieser ganzheitliche Ansatz zeigt sich auch darin, dass nicht abstrakte html-Kenntnisse vermittelt werden, sondern dass auf nichtkommerzielle Art und Weise reale Projekte - Web- oder Print-Produkte- für reale Vereine, Institutionen oder kleine Firmen umgesetzt werden, um so Gelerntes in der Praxis anzuwenden und umzusetzen.

Dieses Miteinander erfordert natürlich die berühmten Sekundärtugenden Fleiß, Disziplin, Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ordnungssinn, Höflichkeit und Sauberkeit. Wer nun an preußischen Drill und eine para-militärische AG denkt, irrt.
Die AG ist weitgehend autark und wird von mir im konstuktivistischen Sinne nur "betreut".  
Geleitet wird sie von zwei Schülern, die von der AG gewählt worden sind. Der AG-Raum kann von allen Mitgliedern mit Ausnahme der Zeiten, in denen Schüler-AGs in unserem Raum stattfinden, genutzt werden.
Es gibt hierfür einen Ehrenkodex: Der Raum wird von den Mitgliedern der AG selbstständig gereinigt, die Rechner sind nicht durch Wächterkarten gesperrt, sondern jeder einzelne hat alle Rechte - aber auch alle Pflichten im Umgang mit den digitalen Medien.
In den Unterrichtsprojekten kommen dann der Fleiß und die Disziplin zum Tragen, mit der ein Projekt auch bei Schwierigkeiten zu Ende gebracht wird.

Höflichkeit und Achtung vor der Persönlichkeit der anderen sind sowieso für ein angenehmes Miteinander unabdingbar und stärken den Gemeinschaftssinn.